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Gipskarst

Kommunalwahl Kommunalwahl 2001 - Die Kampagne 2001

Wahlaussagen 2001 zur Gipskarstlandschaft bei Osterode

  • Wir stehen für Nachhaltigkeit in ökologischer und ökonomischer Hinsicht - Kein Leben auf Kosten unserer Kinder
  • Wir stehen für den Erhalt der europaweit einmaligen Gipskarstlandschaft im Landkreis Osterode
(aus dem Grundsatzprogramm der FWG Osterode)

Nachhaltig wirtschaften, Gipskarstlandschaft erhalten

Nachhaltigkeit ist ein Begriff aus der Forstwirtschaft. Wer einem Wald Jahr für Jahr mehr Holz entnimmt als nachwächst, hat eines Tages gar keinen Wald mehr. Wer dagegen vernünftig - nachhaltig - wirtschaftet, hat immer einen Wald. Ebensowenig kann man langfristig mehr ausgeben als man einnimmt, und wer langfristig Raubbau an den natürlichen Lebensgrundlagen betreibt, handelt ungerecht unseren Nachkommen gegenüber. Wir wollen den Kindern geordnete Verhältnisse und eine lebenswerte Umwelt zu übergeben.

Gipskarst im Landkreis OsterodeDie FWG steht und stand seit ihrer Gründung im Jahr 1981 für den Erhalt der europaweit einmaligen Gipskarstlandschaft, die unseren Landkreis unverwechselbar macht und sich auch touristisch nutzen ließe.

Anwalt der Gipskarstlandschaft aus Tradition - FWG Osterode

Gründungsmitglieder der FWG haben sich Ende der 70-er Jahre an der Gründung des Vereines zur Erhaltung des Hainholzes beteiligt, wir haben 1994 mittels eines Sternmarsches zum Lichtenstein bei Osterode Protest gegen Abbaupläne dort organisiert, unsere vielfältigen Aktivitäten hierzu - auch die Geschichte dieses Interessenkonfliktes - sind auf unserer Seite zur Kreispolitik in einem Schwerpunkt zum Thema "Gipskarst bei Osterode - Der Konflikt" dargestellt. Wir haben für mehr Transparenz gesorgt.

Raumordnungsprogramm von 1999 - Gemeinsamer Wille für den Erhalt

Die FWG war sehr froh, als der Kreistag am 8. 2. 1999 nach einem schwierigen Abwägungsprozess einstimmig eine Raumordnung beschloss, für die sich die FWG im Kreistag sogar bedankt hat. Für uns schien damit im (kommunal)politischen Raum der Konflikt beendet zu sein, im Rahmen der Landesplanung war es unserer Auffassung nach der rechtlich maximal mögliche Vorschlag, um zumindest die wertvollsten Landschaftsbestandteile vor dem Gipsabbau zu retten.

Der politische Kampf geht weiter - leider!

Gipsabbau oder Europäisches Schutzgebiet? 
Der Röseberg bei Walkenried Leider kündigte nur knapp ein Jahr später eine übergroße Mehrheit im Kreistag die Gemeinsamkeit für den Erhalt des Gipskarstes bei Osterode auf Basis des Raumordnungsprogrammes wieder auf. Als ein Unternehmen am Röseberg bei Walkenried (rechtes Bild) Bedarf für Gipsabbau anmeldete, warf diese Mehrheit ihre eigene Abwägung gegen unseren vehementen Widerspruch wieder über den Haufen und beantragte beim Land, dort Bodenabbau zu ermöglichen. Beim Röseberg handelt es sich um eine der schönsten Flächen im Landkreis Osterode, das niedersächsische Landesamt für Ökologie hatte sogar vorgeschlagen, diese Fläche als Flora-Fauna-Habitat (FFH)-Gebiet nach Brüssel zu melden (die FWG verlangt, dies unverzüglich auch zu tun), damit Gipsabbau am Lichtenstein bei Osterode es später einmal in das europäische Schutzsystem Natura 2000 aufgenommen werden kann. "Für so ein wertvolles Stück ist auch keine Ausgleichsmaßnahme denkbar", so der Kreisnaturschutzbeauftragte damals im Kreisumweltausschuss, diese Landschaft sei von einer "nicht zu überbietenden Artenvielfalt" Ob es am Röseberg wohl bald so aussieht wie am Lichtenstein bei Osterode (linkes Bild)? Mit dieser Entscheidung ist klar: Der politische Kampf um den Erhalt auch unersetzbarer, einmaliger Landschaftsbestandteile für unsere Nachkommen geht weiter, dieses Thema steht auch für die nächsten fünf Jahre auf der politischen Tagesordnung.

FWG kämpft für Erhalt der Gipskarstlandschaft auf Basis des Raumordnungsprogrammes von 1999

Endlich vorhandene Rohstoffe lassen sich nicht unendlich lange ausbeuten. Bergbau bedeutet Arbeitsplätze auf Zeit, eine bessere touristische Vermarktung der Region unter Einbeziehung des Gipskarstes -die wir wollen - bedeutet dagegen Arbeitsplätze auf Dauer!

Die FWG steht auf Basis des Regionalen Raumordnungsprogramm des Landkreises von 1999 für den Erhalt der wertvollen, europaweit einmaligen Gipskarstlandschaft bei Osterode. Ausnahmen davon sind für uns nur denkbar, falls es gelingen sollte, hochwertvolle Gebiete, in denen Abbau bereits genehmigt ist, auf Basis gleicher Mengen verwertbaren Gipsgesteines gegen "minder"wertvolle zu tauschen. Wir werden - so wie bisher - in einem komplexen rechtlichen Umfeld vorhandene Handlungsspielräume aufspüren, und dann die rechtskonform maximal möglichen Vorschläge zum Erhalt dieser wunderschönen Landschaft machen. Rückenwind dafür kommt jetzt durch die FFH-Regulierung der Europäischen Union! Blick auf die Gipskarstlandschaft am Osteroder Truppenübungsplatz Wir werden für Transparenz und Öffentlichkeit sorgen, denn unsere Heimat geht uns alle etwas an. In einem Umfeld, in dem erhebliche, konkrete wirtschaftliche Interessen gegen ein sehr allgemeines Interesse stehen, heißt es aufpassen! Und wir wollen in den nächsten fünf Jahren die bessere touristischen Vermarktung der Region unter Beachtung des unverwechselbaren Reizes des Gipskarstes voranbringen.

Anmerkung der Redaktion: Ihre Meinung (Leserbrief) interessiert uns, für Hinweise sind wir dankbar. Die Druckversion dieses Artikels enthält weitere Kontaktmöglichkeiten.

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Beachten Sie auch den Schwerpunkt Kommunalwahl 2001 - Die Kampagne mit weiteren Wahlaussagen der FWG Osterode.

FWG Osterode
URL: http://www.fwg-osterode.de/wahlkampf-gipsabbau.html
Kontakt: Dr. Wolfgang Wegener, Falkenweg 6, 37520 Osterode,
Tel. 05522-72609, Fax 05522-506378. Mail: wegener@fwg-osterode.de